Der DSAB war mit einem kleinen Team plus Anhang beim 3. Asiacup in Hong Kong Anfang Februar vertreten. MIt gutem Erfolg - in jeder Hinsicht.
Lesen Sie unsere Reportage und Sie wissen, worauf Sie verzichten haben müssen ...
... und gönnen Sie sich auch einen Blick auf die Fotogalerie "Hong Kong", um von dem, was das DSAB-Team alles erleben konnte, einen richtigen Eindruck zu gewinnen!
Und entscheiden Sie dann selbst, ob Sie nicht auch einmal mit dem DSAB dabei sein wollen ...



Hong Kong lebt Tag und Nacht
Hong Kong - das bedeutet „Duftender Hafen“, denn bekanntlich wusste bereits der römische Kaiser Vespasian, dass Geld nicht stinkt (Oder wie wir Lateiner sagen: pecunia non olet!). So stinkt die reichste Stadt der Welt auch nicht … allerorts. Doch manche Märkte duften so vor sich hin, dass dem einen oder anderen der Appetit zumindest vorübergehend vergeht. Aber sowohl Geschmäcker als auch Düfte sind verschieden …
Hong Kong ist seit dem 1. Juli 1997 wieder chinesisch. Allerdings mit Sonderverwaltungsrecht. Zuvor zählte es zum längst untergegangenen British Empire. Zunächst hatte man den Chinesen einen Teil ihres Landes abgeknüpft, dann einen weiteren als Bestrafung aufgrund eines verlorenen gegangenen Pakets voll Opium, für das die Chinesen nur die Umschreibung „ausländischer Dreck“ gekannt hatten.
Very british: Nach der 1. kommt die 3. Klasse
Hatte die westliche Welt zunächst in Angst und Schrecken vor der völkerrechtlich notwendigen und Rückgabe von Hong Kong an den tatsächlichen Besitzer, nämlich China, gelebt, war allerdings insbesondere die kantonesische Bevölkerung froh, mehr Abstand zu ihren ehemaligen Kolonialherren zu gewinnen. Und wer die Engländer nur ein bisschen kennt, weiß wie sie einem auf dem Wecker gehen können … Nicht nur weil sie in Hong Kong mit dem Busverkehr auch gleich die Zwei-Klassen eingeführt haben, 1. Klasse Briten, 3. Klasse der asiatische Rest. Darauf muss man erst einmal kommen - für einen Engländer no problem.
Als die Briten 1841 Hong Kong kurzerhand vereinnahmten, lebten hier gerade einmal 6 000 Menschen. Heute über 7 Millionen. Das teuerste in Hong Kong ist Raum. Statistisch gesehen besitzt hier jeder drei Quadratmeter Wohnfläche. Statistisch gesehen - praktisch heißt das, wenige haben bedeutend mehr, viele noch weniger. Wer sich am Hang über Wanchai, Victoria oder Central ein Appartement leisten kann, muss sich auch die damit zwangsläufig verbundene Party leisten können. Denn „sehen und gesehen werden“ heißt das oberste Gebot in Hong Kong - und das zweite: Man zeigt seinen Reichtum mit Prunk und Würde (?). Das ist die einzige Religion, an die in Hong Kong wirklich geglaubt wird.
Kein Herz und wenig Philosophie
Eine solche Stadt hat wenig Herz und nur ganz wenig Philosophie, die sich in Hong Kong tatsächlich auf sechs „Ms“ konzentriert und beschränkt: Money, Macho, Mansion, Mercedes, Mobile Phone, More Money …
In keiner Stadt der Welt gibt es mehr S-Klasse- oder Rolls Royce-Karossen - nicht nur old-fashioned sondern durchaus auch einmal in Pink.
Die High-Tech Stadt hat auch keine Architektur, sondern nur viele (überaus viele) Wolkenkratzer. Gegen die Skyline von Hong Kong verblasst selbst die von New York. Traditionelle Einflüsse Fehlanzeige. Kultur ebenfalls Fehlanzeige. Dafür gibt es Mac Donalds, Starbucks, Pacific Coffee Company - here, there and everywhere.
Das heißt insbesondere in Stadteilen wie Kwoloon, insbesondere in dessen guter Stube Tsim Sha Tsui, wo sich auch das Dartsspieler-Hotel Miramar an der Nathan Road befunden hat. Aber nicht vergessen: die Nathan Road führt einen auch ganz schnell in ganz andere Gegenden. Zum Beispiel in die Seitengassen von Mongkok, wo eine andere Art von Leben weniger pulsiert, als vielmehr lautstark und arhythmisch hämmert. Denn in Hong Kongs Spielhöllen geht es nicht ums Spielen, sondern um alles oder nichts. (Kein Zocker ohne Handtuch, um den Angstschweiß zu bändigen).
Alles essen, was Beine hat
Garküchen, Schnellrestaurants findet man allerorts, here, there and everywhere, wo anscheinend alles auf die Speisekarte kommt, was Beine hat - außer Stühle und Tische. Aber in Hong Kong findet man auch mit die besten Restaurants der Welt. Allerdings für die meisten ist das eine wie das andere nichts. Auch nicht für die einheimische Masse, die immer noch zum großen Teil mit einem Stundenlohn von etwas mehr als einem Euro auskommen muss. Da rückt die Tasse Kaffee für rund 7 Euro im Pininsula, seit 1928 Hong Kongs feinste Adresse, in weite Ferne. Nicht unbedingt für die DSAB-Spieler, die mit einem schönen Taschengeld von 250 Euro durchaus auch hier und dort einmal hinein gucken konnten.
Aber es gibt glücklicherweise auch Steakhäuser, Hard Rock Cafés, in das das DSAB-Team zur Begrüßung Hong Kongs in vollem Umfang einfiel, und auch deutsche Restaurants, wo es Knödel, Bratkartoffeln oder Rheinischen Sauerbraten gibt, und die von den DSAB-Spielern/Innen nicht unentdeckt geblieben sind. (Wie? Immer der Nase nach …)
Hong Kong verfügt auch über Pubs. Sogar rund 300, insbesondere in Kwoloon, in denen in nicht weniger als 250 Dartsgeräte stehen, an denen sich nicht nur anglophile Chinesen versuchen.
Rolex, Fußball und vieles mehr
Hong Kong ist zudem ein Einkaufstempel. Sogar mit richtigen Einkaufskathedralen. Doch „Hände weg“ von elektronischen Geräten, die in den Straßenläden mit Dumpingpreisen angeboten werden, auch wenn sie den in Europa erhältlichen Produkten noch so ähnlich sehen und auch die berühmten Labels tragen. Das Gleiche gilt für Uhren - und manch einer glaubt tatsächlich immer noch, dass er eine echte Rolex für 1000 Hong Kong Dollar (100 Euro) erstanden habe, auch wenn ihm lautstark und deutlich eine Copy-Watch angeboten worden ist, insbesondere auf dem Temple Street Nigh Market in Kowloon, in der in der erste Februarwoche verdammt viele Dartspieler/Innen flanierten. |
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Und in Hong Kong begegnet man selbstredend auch Leslie Cheung, und zwar in voller Größe am Aufstieg zum Victoria Peak, der Königsloge von Hong Kong.
Es gibt auch kein Problem, die Fußball-Bundesliga via TV mit chinesischen Kommentatoren und Moderatoren zu verfolgen, die Spielstatistiken entfalten, die alles was wir kennen, ins Abseits laufen lässt …
Der Asia Cup III
Andere Länder, andere Sitten. Das galt auch für den Asia-Cup an sich, der vom 2. bis 4. Februar im Hong Kong International Trade & Exhibition Center ausgetragen wurde. Neben den europäischen Nationen Spanien, und der Absplitterung Katalonien, Portugal, Slowenien, Frankreich (als Zaungast) sowie Deutschland, traten auch die USA sowie außerdem Malaysia, Philippinen, Korea, Japan, Taiwan, China und Hong Kong aus Asien an. Shuttlebusse sorgten für schnellen und bequemen Transport zur Halle und wieder zum Hotel zurück.
Das Sportprogramm umfasste zwölf Wettbewerbe, wobei allein bei fünf Disziplinen Cricket in allerlei Variationen im Zentrum stand. Zum Teil wurden die Wettbewerbe im Einfach K.O.-System ausgetragen oder bei Doppel K.O. mit best of one auf der Verliererseite. (Die Hong Konger haben für „Verlierertypen“ einfach nichts übrig!)



Top Truppe: Manfred Bilderl, Stephan Wusch und Frank Mast
Für die DSAB-Spieler and Friends sprang kein Sieg heraus. Die Konkurrenz insbesondere aus den USA sowie aber auch aus Asien präsentierte sich überaus stark. Allen voran der US-Boy Johnny Kuczynski, der gleich mehrere Wettbewerbe dominierte.
Nichtsdestotrotz zeigte sich die deutsche Mischung im Triple 701 OI/DO mit Manfred Bilderl, Stephan Wusch und Frank Mast weitestgehend konkurrenzresistent und musste sich erst dem Team aus den Philippinen mit Lourence G. Ilagan, Rolando S. Andrade und Ramon M. Sabalboro im Finale geschlagen geben.
Sladan Nedic, Marcus Schulte und Ingo Mauderer platzierten sich als Fünfte und das Trio Jörg Faßbender, Patrick Esper und Andreas Schneider zeigte sich auf Rang sieben erfolgreich.
Super Frank Mast und Andreas Schneider
Frank Mast stand indes auch im „Men’s Top Gun“ im Endspiel und musste sich sodann nur Kuczynski beugen, lag aber noch vor dem zweiten US-Boy Ray Carver. Stefan Nilles sowie Marcus Schulte teilten sich Rang sieben.
Im Singles Hammer Cricket trumpfte Andreas Asia Atze 2007 Schneider mit einem dritten Platz auf - und mit einem bisschen mehr Glück wäre noch mehr drin gewesen. Abermals an erster Stelle lag Kuczynski, Zweiter wurde der Japaner Iiro Kuwano. Manfred Bilderl kam wie auch Thomas Jakob und Peter Mollu bis auf Rang neun vor.
Thomas Jakob/Denis Huseinovic Dritte
Als bestes deutsches Doppel im 501 DI/DO kristallisierte sich das Gespann Thomas Jakob/Denis Huseinovic heraus, das mit Rang drei gefiel. Ganz vor wiederum Kurczynski, diesmal gemeinsam mit Carver. Platz zwei reklamierten die Slowenen Goran Protega und Pecjack Sebastijan für sich.
Auf Platz fünf tauchten Patrick Esper/Andreas Schneider auf, auf Rang sieben erschienen Manfred Bilderl/Sladan Nedic und als Dreizehnte machten Helmut Thiel und Stefan Nilles auf sich aufmerksam.
Ingo Mauderer, Manfred Bilderl und Jörg Faßbender setzen sich in Szene
In der Einzel Variante 501 DI/DO hießen die besten deutschen Player Ingo Mauderer und Manfred Bilderl, die die Plätze drei und vier vereinnahmten. Die Allerbesten kamen mit dem Chinesen Leo Dai und dem Japaner Arashi aus Asien.
Schwer zu erraten, wer beim Super One, bei dem allein für den Sieger rund 3 000 Euro ausgelobt waren, vorne lag? Richtig: Einmal mehr Kuczynski, der in der Endabrechnung vor dem starken Spanier, sprich Katalanen, Javi Cruz und dem Chinesen Liu Ning Kang lag. Faßbender behauptete sich respektabel als Fünfter in einem superstarkem Feld.
Als B-Spieler überzeugte im 501 OI/OO Uwe Göbel als Vierter, der im Hammer Cricket noch Platz fünf ergatterte.
Das beste Girl: Krissy Grimal
Die Women’s Top Gun Disziplin entschied das US-Girl Krissy Grimal vor den beiden Japanerinnen Naganuma Kazumi und Matsumoto Yumi für sich. Yvonne Paulus präsentierte sich als Neunte.
Auch im Hammer Cricket zeigte Grimal keine Schwächen und der Konkurrenz das Nachsehen. Die Spanierin Ana Ferrnandez ließ sich als Zweite vor ihrer Landsfrau Nuria Plaza feiern.
Dafür siegte die Japanerin Nishikava Yukari im 501 OI/DO vor Ferrnandez und der Amerikanerin Grimal.
Farewell-Party auf „Hoher See“
Nach dem Turnier war genug Zeit zum Sightseeing und Shoping. Genug zum Sehen gab es allemal, wie unschwer zu sehen ist, und zu verkaufen hatten die Chinesen auch Einiges. Am Montagabend ging es aufs Schiff, das vor dem Victoria Harbour über drei Stunden kreuzte.
Ein Riesen-Buffet mit unendlichen Leckereinen labte alle, no charge for beer and wine kam allemal gut an, Shows unter und auf dem Deck sorgten für Kurzweil, so dass selbst Patrick Esper das leichte Geschaukel in seichten Gewässern überstand.
Der DSAB hatte sein gesamtes Team zum Essen eingeladen, damit schloss sich mit dem Begrüßungsessen der Kreis freundlicher Gastfreundschaft, die der DSAB seinen Akteuren bescherte. Der DSAB sponserte daneben alle Startgelder und streckte seinen Teamspielern/Innen noch ein schönes Taschengeld zu. „Wir wollen, dass alle eine gute Zeit hier haben!“, erklärten die Teambetreuer Michael Hümpfner und BM.
Tolles DSAB-Team
Auch wenn nicht alle DSABler Hong Kong zu ihrem neuen Urlaubsparadies erkoren haben, hatte der Event mit allem drum das Dartherz berührt.
“Wir hatten hier ein wahrhaft homogenes und aufgeschlossenes Team, das den deutschen Dartssport und den DSAB bestens vertreten hat und viel Spaß hatte, das neue Erfahrungen sammeln konnte, die einem nur der Sport, in diesem Fall der Dartsport, bescheren kann. Wir bedanken uns bei Dominique Koch, Manfred Bilderl, Jörg Faßbender, Helmut Thiel sowie Yvonne Paulus, Manuela Scholz-Faßbender und Sabine Schorn für ihren Einsatz und ihr vorbildliches Auftreten!“, lobten die Coachs Michael Hümpfner und BM.
Übrigens, wenn Sie einmal in Hong Kong Darts spielen, checken Sie immer auf D8, denn die Zahl 8 steht für Erfolg und Wohlstand! |